short cuts

oder erlebte Eindrücke von Nina´s Weltreise und wie sie sich anfühl(t)en

Aggressiv
– hat mich die Französin Flo gemacht

Allerliebst
– war es, als ich in Sydney aus dem Internetshop zurück ins Appartement kehrte, auf ein asiatisches Menschengewühl in der Lobby stieß und damit einen echten Feueralarm mitsamt einstündiger Evakuierung des gesamten Gebäudes verpasst hatte

Ängstlich
– war ich eingeschlossenerweise im guesthouse auf dem ALH Gelände, auf dem Höhepunkt der Symptome einer Lebensmittelvergiftung stehend
– war ich dann doch auf der “Samba”, als ein heftiges Gewitter über uns hinweg fegte
– war ich während eines sich zuspitzenden Streites in einem Work-and-Traveller-Appartement in Sydney

Anstrengend
– ist das Schleppen meines immer noch zu schweren Gepäcks
– ist das Pflegen meines Reisetagebuches
– ist es, sich in Bangkok mit den Einheimischen auf Englisch zu verständigen
– sind 90% der thailändischen Frauen

Aufgegeben
– habe ich (aufgrund von Geldmangel!) meine wilden Im-Land-herumreisen-Pläne für den australischen Riesenkontinent

Beeindruckend
– war die Begegnung mit der 90jährigen Sybil
– ist die Persönlichkeit von Sue, Baldev, Baby Paul und Paulose
– sind die Projekte der Patengemeinschaft in Südindien
– war die Einschulung der Heimkinder in Wayanad
– war die indische Hochzeitszeremonie von Biju & Tintu
– ist die Intelligenz von Preethi
– ist der Südspitzenpunkt Indiens
– ist die Arbeit von Tutu im Orthopädie-Zentrum
– ist die “Esplanade” in und die Skyline von Singapore
– ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Inder und Asiaten
– ist die Natur (Lulworth Coath, Teeplantagen von Munnar, Klimaverhältnisse und Bergpanorama in Mylaudy, Himmelformationen über Borneo)
– sind thailändische Tempel, Monks und der Buddhismus
– ist die Fähigkeit eines Inders, zu akzeptieren
– war die Aussicht im 36. Stock eines Work-and-Traveller-Appartements auf die beleuchtete Innenstadt von Sydney

Besoffen
– habe ich mich auf einer Farewell-Party bei Weldon Oven
– war ich an meinem zweiten Abend im Opera House

Bewegend
– war der Abschied von Paulose und Baby Paul am Flughafen
– war die Liebeserklärung von Baldev auf der Dachterrasse des D&D Inn
– war eine wunderschöne e-mail von Ralf auf mein “Null-Bock-auf-alles-Loch” in Sydney

Dankbarkeit
– empfinde ich gegenüber meiner Ma, die mir alle Wege einer fundierten schulischen Ausbildung auf deutschem Boden ermöglicht hat
– empfinde ich gegenüber meines damaligen Freundes Basti, der mich vor, während wie nach der Reise bestmöglich unterstützt hat
– empfinde ich gegenüber meinem Immunsystem, welches tapfer für meine Lebenserhaltung arbeitet
– Baldev für seine selbstlose Hilfsbereitschaft
– Baby Paul für seine Herzlichkeit
– Lloyd für seine Gastfreundschaft
– Ploy für ihren Einsatz am Flughafen in Bangkok
– Cord Schellenberg (meinem langjährigsten Kunden), der nach Australien eine Top Referenz auf Englisch geliefert hat

Daneben
– war der Kußüberfall von Varion
– war die Grabschatacke von Casmus
– war meine Bemerkung (“Dies könne einem Bestechungsversuch gleichkommen!”) beim Anblick einer fetten Bargeldübergabe eines Mitarbeiters an Paulose auf dem Rücksitz unseres Jeeps
– war der Anmachversuch eines philippinschen tailors
– war die Abzockerei von einem speziellen Verkäufer in der Khaosan Road und Taxi-/Tuk-Tuk-Fahrern in Bangkok
– war die Bereitschaft von Peter aus UK, mich schlagen zu wollen

Darauf hätte ich verzichten können
– meine geliebten Sennheiser-Kopfhörer in Sydneys National Bibliothek zu verlieren
– meine Lieblingsbrille an meinem letzten Reisetag in London zu verlieren

Das Highlight der Reise
– sollte eigentlich Neuseeland werden
– wurde der gesamte Aufenthalt in Indien

Das letzte Stück Fleisch
– habe ich mir ekligerweise auf der Full Moon Party angetan

Das schönste Gebäude der Reise
– war die Esplanade in Singapore

Dass meine Heimat in Deutschland ist
– habe ich auf dieser Reise kennen- wie schätzen gelernt

Die begleitenden Bücher
– Der Wanderer von Paulo Coehlo – von zu Hause mitgenommen
– Der Alchimist von Paulo Coehlo – gebundene deutsche Ausgabe in der Khaosan Road entdeckt!!!
– Denkanstösse für Glückssucher (Hrsg. Julika Jänicke, aus dem PIPER Verlag) – im Second Hand Book Shop in Sydney gekauft
– diverse englisch sprachige Bücher – in England besorgt, auf Empfehlung von Christina, unserer Lehrerin in der Cavendish School

Die begleitenden Songs der einzelnen Länder

England
– Chasing Cars von Snow Patrol (gaben zeitgleich zu meinem Aufenthalt in Sydney ein unbezahlbares Livekonzert)

Indien
– Emotion von Bharna (von der Kamasutra Lounge; wer Interesse daran hat, bitte melden!)
– Pray for me brother von A. R . Rahman (der Typ ist soetwas wie der beste Popexport des Landes)
– Mumbai Theme von A. R. Rahman
– Shakalaka Baby von A. R. Rahman
– Aicha von Outlandish
– Punjab von Karunesh

Singapore
– Silat Penganin von Gerak Bayangan
– Heaven von Yusuf Islam
– Midday von Yusuf Islam

Malaysia
– da ich die meiste Zeit nur durch grässliche Einkaufszentren gehuscht bin, kann ich mich an keinen prägenden Titel erinnern

Thailand
– Porcelain von Moby (The beach!)
und diverse wirklich gute Popsongs von thailändischen Schmusesängern (leider Titel und Namen der Sänger vergessen)

Australien
– alles von Bebel Gilberto (habe sie live im Opera House erlebt)

Die besten Entscheidungen
– Überhaupt loszureisen!
– Vegetarierin geworden zu sein
und alle weiteren, die dafür notwendig gewesen sind, “bei mir” selbst zu bleiben

Die besten Fotos
– habe ich in Indien geschossen

Die dämlichste Entscheidung
– zur Full Moon Party auf Koh Phangan zu reisen

Die klügste Entscheidung
– nach einem halben Jahr zurück nach Deutschland zu fliegen

Die Reise abbrechen
– wollte ich in der Kulturschockphase in Mumbai
– in den unzähligen Momenten, in denen mich als Alleinreisende der Reiseblues überfallen hat und
ich insbesondere meine Heimat und euch, meine Freunde, vermisst habe
– als ich wieder einmal kotzenderweise im schwülen und nassen Mumbai über der Toilette hing
– nach den ersten zwei Wochen in Sydney

Die schönste Landschaft (so viel habe ich ja leider nicht gesehen)
– waren die Teeplantagen von Munnar

Die schönste Skyline einer Stadt
– findet man am Hafen von Sydney

Die schönste Stadt
– ?

Die schwerste Entscheidung
– nach einem halben Jahr zurück nach Deutschland zu fliegen

Die Songs der gesamten Reise
– Out of time von Levitation (auf dem Café del Mar Sampler, Vol. 4, zu finden)
– You gotta be real von 3rd Force (auf dem Wave Music Vol. 3 Sampler zu finden)

Ein Engel
– saß mir in meinem Vorstellungsgespräch bei www.macpeople.net gegenüber

Eine pysische Strapaze
– war der hammerlange und turbolente Rückflug von
Sydney über Auckland und L.A. nach London (exkl. Wartezeiten um die 22 Stunden, mit Wartezeit gefühlte 40)

Einfach nur cool
– war der Partyabend mit Sue und den Hawaimännern im Walkabout
– ist der Klang von Baldevs Stimme
– ist das Tragen eines indischen salwar kamises
– ist die Kochkunst von Shibi
– ist die kostenlose Nutzung des W-Lan-Netzes im (fast) gesamten Stadtnetz Singapores wie auf Borneo
– sind kostenlose Ortsgespräche im Telefonnetz vom Flughafen in Singapore aus
– war der Besuch der fabric in London und
– die Ankunft auf der “Samba” in Kota Kinabalu
– ist das Hostel Velvet Lodge in Kota Kinabalu
– ist Rafting!
– ist live erlebtes Thaiboxen in Bangkok
– ist jeder Moment, in welchem ich ein für meinen Geschmack 100% stimmiges Foto geschossen habe
– ist die Selbstverständlichkeit von sich, in einer Appartement-Hochhaus-Anlage in Singapore und Sydney befindenden Swimming-Pools und Gyms
– schmecken malaysische Veggie-Burger auf den Straßen Borneos
– sind australische Nudie Produkte (www.nudie.com.au)
– sind die australischen Moderatoren von 9Live (mit EinsLive in Deutschland vergleichbar, allerdings sind die Moderatoren von 9Live wirklich cool!)
– ist Internettelefonie
– ist das urkomische Comicvideo in 3 D über Flugsicherheit von Virgin Airlines
– ist das köstliche Essen und der Sitzkompfort von Singapore Airlines
– sind die Second Hand Book Shops in Sydney (mit integriertem Coffee Shop)
– ist das Entertainment-Programm aller Fluglinien (Vorreiter ist hier Air New Zealand)

Einmalig
– sind Bahnfahrten in Indien
– war die Taxifahrt im strömenden Monsunregen vom Flughafen aus nach Colaba wie der damit verbundene Taxiwechsel (bis auf meine Kamera- und Computertechnik war alles nass!)
– sind Bollywood movies
– war der Besuch eines Tempels (zur Gebetszeit) in “Little India” in Singapore
– ist die Khaosan Road in Bangkok
– war das Berühren eines Tigers im Tiger Temple in Thailand
– ist eine traditionelle thailändische Massage
– ist Di(ana), die Senior Store Managerin des ESPRIT Stores, in dem ich gejobbt habe
– ist der Besuch des Opera House in Sydney

Einsam
– fühlte ich mich in der Kulturschockphase in Mumbai und
– während der ersten Nacht, in welcher meine erste Lebensmittelvergiftung aufblühte
– fühle ich mich jedesmal in der ersten Nacht in einem neuen Hostel/an einem neuen Ort

Ein typischer “traveller”
– bin ich überraschenderweise wie leider überhaupt nicht

Ein “Langzeit-Traveller”
– erst recht nicht

Eklig
– war mein Schlafgemach im Hause der Bardolias
– ist der Boden von watervillages auf Borneo
– sind gebratene Heuschrecken, Maden und dergleichen, die in Bangkok auf den Straßen verkauft werden
– sind ungeputzte Badezimmer und Küchen von Work-und-Traveller-Appartements in Sydney
– ist die Mottenplage, die alljährlich zum beginnenden Frühling Sydney/Australien beherrscht

Erfolgreich
– war ich als Verkäuferin in einem ESPRIT Store (gleich am ersten Tag wurde ich mit einem Bonusgutschein belohnt)

Fordern tue ich
– einen ISO-Standard (in Technik, Service, Ausstattung, Sauberkeit) für Internet-Shops/-Cafés!
– Pflicht-Englischkurse für thailändische Taxifahrer!
– eine einheitliche Währung
– ein einheitliches elektrisches Steckersystem
– Rücksichtnahme nach dem klassischen english way of politness

Geduld
– half auch bei der Jobsuche in Sydney nicht wirklich weiter …

Geil
– war die Taxifahrt im strömenden Monsunregen vom Flughafen aus nach Colaba …

Geleistet
– habe ich mir neue Kopfhörer von Sennheiser

Grenzwertig
– ist der australische Gruß “How are you?” (niemand will wirklich eine Antwort darauf wissen) wie “No worries!” (stellvertretend für “Kein Problem!” stehend)
und wenn man als Frau mit “Hi guy!” angesprochen wird
– ist der Krach, der als Hintergrundmusik in einem ESPRIT Store abgespielt wird

Hässlich
– ist das indische “Beinkleid” eines Inders
– sind malaysische Männer
– sind Kota Kinabalu auf Borneo und Bangkok

Ich denke
– neuerdings international und
in Englisch

In die Heimat zurückzukehren
– fühlte ich, wenn ich mit meinem damaligen Freund Basti telefoniert hatte

Innovativ
– ist das Nahverkehrsnetz von Singapore

In Sydney
– war ich knapp davor, das Reisen zu hassen
– könnte ich aufgrund der alljährlich wiederkehrenden Motten- wie Work-and-Traveller-Plage nicht leben

Kaputt gegangen
– ist mein wasserdichtes und stosssicheres Schutzcase (mit integrierter Fernbedienung!) für den MP3-Player
– sind zwei lange Hosen (mehrmals!)

Kaum abwarten
– konnte ich den Abflug aus Sydney Richtung Heimat

Langweilig
– war es auf Koh Phangan und auf der dort stattfindenden Full Moon Party

Lecker
– sind indische Lassis
– frisch gepresste Fruchtsäfte in Südostasie
– australische Yoghurts mit Passionsfrucht

Leider
– war der Aufenthalt in Sydney vollkommen unökonomisch

Loswerden
– will ich meine Panikanfälle, wenn irgendetwas nicht sofort klappt

Meine Einstellung zum Essen
– hat der Anblick eines typischen indischen slaughterhouse verändert (ich bin jetzt Vegetarierin!)

Meine Einstellung zu meinem Beruf wurde
– durch den gesamten Indien-Aufenthalt beeinflusst

Meine Zukunft
– sehe ich auf deutschsprachigem Boden …

Mein nächstes Reiseziel
– Wien (über´s Wochenende im Dezember 2007 – war eher lahm)
– Zürich (über´s Wochenende im Januar 2008 – war okay, aber zu teuer)
– eine Anhaltertour mit offenem Ziel Richtung europäischen Süden (noch nicht stattgefunden, obschon ich den dafür passenden Reisepartner gefunden habe)
und danach (endlich wie irgendwann) Neuseeland

Melancholisch
– war der Abschied von Baldev am Flughafen in Mumbai

Merkwürdig
– ist das Gefühl, sich von einem Land verabschieden zu müssen, um in das Nächste reisen zu können
– sind die Medaillons, die sich 80% der Thais um den Hals hängen

Mich auf der Suche nach Glück befindend
– habe ich insbesondere in Sydney erkannt, dass ich es bereits in meiner Heimat Hamburg gefunden habe

Mitleid
– empfand ich gegenüber einem durchaus netten Thai, den ich nur nach dem Weg fragte und der sich gleich dazu und einen Schlafplatz in seinem Appartement mit anbot

Mitnehmen
– wollte ich zwei Heimkinder, Baldev und Lloyds Terrierwelpen “Scott”

Mutig
– war der nächtliche Heimweg durch einen dunklen Park in Bournemouth
– war der morgendliche Fußweg von der fabric aus in das GEH
– war der Mini-Alleingang durch die dschungelähnliche Landschaft um Baby Paul´s Haus herum
– waren meine ersten “Auf-Jobsuche”-Aktivitäten in Singapore
– war die Rückkehr in die deutsche Heimat, um meiner damaligen Beziehung eine Entwicklungschance zu geben

Nachdenklich
– war die erste und schlaflose Nacht auf der “Samba”
– hat mich die Beziehung von Silja und Franz gemacht
– machte mich die Tatsache, dass ich mit 31 Jahren einfach zu alt für “Work & Travel” in Australien bin

Nervig
– waren die Zustände in Miss Sophies flat
– sind die Straßenverkäufer in Mumbai
– sind schwer verständliche Akzente von Englisch sprechenden Indern
– sind indische Stromausfälle
– sind schlechte Telefonverbindungen nach Indien
– sind Moskitos und anderes Kleingetier
– sind besetzte Hostelduschen/-WCs
– ist das 30 x Abpumpen deiner Fäkalien auf einer Segelschifftoilette
– sind Verkäuferinnen in Malaysia
– ist meine Faulheit
– ist es, sich auf Englisch in Bangkok zu verständigen
und der Reiseblues, der mich immer wieder kalt von hinten erwischt
– sind abfeiernde rücksichtslose Mitbewohner in Work-and-Traveller-Appartements in Sydney
– ist der entschuldigende Tonfall von Asiaten

Nicht ungefährlich
– war der Mini-Alleingang durch die dschungelähnliche Landschaft um Baby Paul´s Haus herum
– war meine Beschwerde an die Mitbewohner in einem Work-and-Traveller-Appartement, nach 5 Stunden nächtlicher Dauerfeierei doch endlich Ruhe zu geben

Peinlich
– war der durch einen brennenden Toast ausgelöste Feueralarm in Miss Sophies flat

Radikales Entrümpeln
– habe ich definitiv auf der Reise gelernt

Rührend
– waren meine Geburtstagsgeschenke
– ist Sue, wenn sie äußert, wie sehr sie mich vermisst
– war die Anteilnahme eines Baristas in Mumbai
– war die Gastfreundschaft einer armen südiindischen Familie
– war Preethis Kokusnusspflückaktion

Romantisch
– ist die Dachterrasse des D&D Inn in Bangkok

Sehr deutsch
– sind die Grundzüge meines Charakters

Sehr gemütlich
– ist es mit meinen asiatischen housemeats Emily und Katherine auf dem Sofa zu sitzen und dabei australisches Fernsehen zu gucken (explizit Australian Idol oder die amerikanische Version von “You can dance”)

Sehr lachen
– musste ich bei dem Anblick eines Asiaten in der City von Sydney, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck “No fuckin´ worries!” trug

Sehr lustig
– waren die Unterhaltungen mit Paulose
– war die Bekanntschaft von Mr. Tang im malaysischen train
– sind 70% der thailändischen Werbespots im Fernsehen

Sehr unterhaltend
– ist mein asiatisches housemeat Emily

Seltsamerweise
– muss ich mein “Schutzengel”-Symbol an dem letzten Tag der Reise im Hostel liegen gelassen/verloren haben

Schrecklich
– war der Anblick eines typisch indischen slaughterhouse
– anzusehen war die Überforderung als auch Unfähigkeit im Big Brother´s House, einen Terrierwelpen zu erziehen wie zu umsorgen
– schwer war es, zu erkennen, dass ich mit Work & Travel in Sydney in einer Sackgasse gelandet war

Skuril
– ist das englische Verständnis von “Kunst”
– war die Begegnung mit Casmus
– war der Anmachversuch eines uralten schrägen Inders in den Teeplantagen von Munnar
– war die Zugfahrt zum Treffpunkt der Raftingzentrale im malaysischen Dschungel
– sind thailändische Comedy-Serien

Sorgenvoll
– war der Anblick meiner über 40 Moskitostiche in Südindien
– war der immer wiederkehrende und nicht abklingen wollende Durchfall in Indien
– war der Anblick meiner Sonnenbrände
– machte mich mein dahinschmelzendes Reisebudget
– machte mich das Immunsystem von Baldev (der hatte zwischenzeitlich Malaria!)

Spaß macht
– es, zu fotografieren
– die Erfüllung eines Fotojobs (z.B. die Fotoreportage für die Cavendish School)
– das Schreiben von Texten für das Reisetagebuch

Stolz
– war ich auf mein fließendes Englisch in dem Vorstellungsgespräch bei www.icur.com.au

Tatsächlich
– habe ich in Sydney eine deutsche Bäckerei (die Schwarzbrot anbietet) gefunden

Tiefsinnig
– sind Unterhaltungen mit meinen neuen Freunden Sue, Baby Paul und Paulose

TOP TEN der miesesten JOBS (für die ich den Tod vorziehen würde)
1. Kokusnussfaserberge in einer Schlammloch ähnlichen Mini-Fabrik in Südindien schleppen
2. Systemadministration für eine 24-Stunden-Telefonhotline einer Microsoft-Störstelle, dabei in einem fensterlosen Souterrainbüro sitzen müssen
3. “Tuk-Tuk” in Bangkok fahren
4. Touristentrash in der Khaosan Road in Bangkok wie in Sydney im Souvenir Shop für laue 12 Dollar/h Schwachsinn (“Brennmaterial”) verkaufen
5. als Assistant-Barista bei Artos Espresso in Sydney zu arbeiten (weil ab 7 Uhr morgens Arbeitsbeginn und sich bei jedem Fehler oder fehlendem englischen Wort vom Chef anscheissen lassen zu müssen)

Tränen in den Augen
– hatte ich bei der Verabschiedung von Baby Paul und Paulose am Flughafen in Cochi
und auf dem Flughafen in Auckland im Bewusstsein dessen, dass ich auf Neuseeland ersteinmal noch warten muss

Trauer
– empfinde ich, wenn ich an meine am 13. August verstorbene Freundin Judith und an meinen am 26. September verstorbenen Kunden Richard Schellenberg denke

Überflüssig
– waren die Berge an Papier, die ich bis ganz nach Australien geschleppt habe

Überlebt
– habe ich ein Gruppen-Vorstellungsgespräch bei ESPRIT (natürlich auf Englisch und ich als einzige Deutsche unter lauter englischen Muttersprachlern!)

Überraschend
– gut war ein Vorstellungsgespräch bei www.harcus.com.au (trotzdem Absage)

Um meine Freude am Reisen zu erhalten
– beschloss ich in Sydney, die Weltreise nicht fortzusetzen

Unappetitlich
– war so einiges in Indien, z.B. neben dem slaughterhouse auch der Besuch eines südindischen Fischmarktes wie der Anblick einer Ratte, die über meinem Kopf an der Wand in einem Restaurant entlang lief
– sind generell die auf den Straßen von Mumbai lebenden Ratten

Unglaublich
– ist Mumbai
– der Straßenverkehr in Indien
– gleichgültig war die Erste Hilfe in einer Notarztpraxis vor Ort in Mylaudy
– ist die seelige Fröhlichkeit von armen Kindern in Indien und Malaysia wie die Freundlichkeit von in watervillages lebenden Menschen
– gut war der Besuch einer Zahnarztpraxis in Mumbai
– ist das Gesangstalent von Baldev
– schlecht war ein Vorstellungsgespräch bei www.spacelabdesign.com (logischerweise noch nicht einmal ein Feedback)
– ist es, dass ich in Sydney für Vorstellungsgespräche für Grafik-Jobs auf sehr hohem Niveau eingeladen werde
– schräg war der (cholerische) Vermieter des letzten Work-and-Traveller-Appartements, in welchem ich genächtigt habe (ich kam seltsamerweise mit ihm zurecht!)

Unsicherheit
– empfinde ich in einem Vorstellungsgespräch, wenn mir englische Vokabeln fehlen oder ich zwecks Verstehens mehrmals nachfragen muss

Verbessert
– habe ich mein Englisch

Verbessern
– muss ich dennoch mein Englisch und die Kenntnisse von Indesign

Vermissen tue ich
– das Gezwitscher von deutschen Vögeln
– ein gut sortiertes (deutsches) Schreibwarengeschäft wie Schacht & Westerich
– saubere Toiletten
– einen (u.a. mit Yoghurt) gefüllten Kühlschrank
– die Selbstverständlichkeit, aus meiner Kleidersammlung ein frisches/sauberes Kleidungsstück auswählen zu können
– meine (verhasste) Alltagsroutine
und in meiner Muttersprache kommunizieren zu können
– das Gefühl, von einem Kunden gebraucht und für ein erfolgreich verlaufenes Projekt gelobt zu werden
– eine dauerpräsente DSL-Leitung ins Internet wie die
Möglichkeit, unabhängig von Technik, Zeitverschiebung und Entfernung, euch, meine Freunde, anrufen und treffen zu können
– ein Weitwinkel-Objektiv

Wahnsinnig
– machen mich malaysische Einkaufszentren und
thailändische Frauen

Wiederholen
– werde ich eine Reise nach Indien, Singapore, Australien, Neuseeland und in die USA
– werde ich DEFINITIV NICHT nocheinmal eine Reise nach Borneo/Malaysia und Thailand
(und dabei in einem Hotel in der Khaosan Road zu übernachten) wie den Besuch der “Full Moon Party” auf Koh Phangan

Wiedersehen
– will ich Sue (easy, lebt in Deutschland und habe ich auch schon!),
Baby Paul und Paulose (also wieder zurück nach Indien!),
Lloyd (in Singapore oder auf den Phillipinen möglich) und
Emily (in den USA, Kanada oder Taiwan möglich)

Wunderschön
– waren die unerwarteten Überraschungen (in) der Natur
– waren die Momente, in denen ich mich mit mir eigentlich (noch) fremden Menschen verbunden gefühlt habe

Zum ersten Mal
– habe ich voller Freude am Flughafen von Sydney und Auckland Souvenirs eingekauft (und das nicht zu knapp!)

Zum Übergeben
– ist der Anblick von 90% der indischen Toiletten
– war der Anblick eines typischen indischen slaughterhouse