making of

oder alles Weltreisenwesentliche von A – Z
(alle in dieser Rubrik genannten Informationen, die Geld einsparen,
sind kursiv gesetzt)

Aktivitäten / Beschäftigung

Die Reise wird nicht nur aus “reisen”, Unterkünfte und den nächsten Supermarkt suchen, Sehenswürdigkeiten bestaunen, Menschen kennenlernen, traumhafte Landschaften sehen, außergewöhnliche Touren unternehmen usw. bestehen. Schnell wirst du erkennen, dass noch genug Zeit übrig bleibt, die man besser füllen sollte. Ansonsten ist Langeweile, Heimweh oder gar ein Reisekoller (traf alles bei mir ein) vorprogrammiert.
Versuche, über deine klassischen Interessen und Hobbys hinaus dir neue Ziele zu setzen. Z. B. das Erlernen einer neuen Fremdsprache (Sprachkurs belegen oder im Eigenstudium), eines Musikinstrumentes oder einer anderen Fertigkeit (wie z.B. Fotografieren).
Du kannst natürlich auch ein Buch nach dem anderen verschlingen (ich kenne genug Menschen, die in ihrem deutschen Alltag einfach nicht die Ruhe und Konzentration finden, einfach nur einmal ein schönes Buch zu lesen) oder z. B. selbst schreiben (in Form eines Reisetagebuches).
Ansonsten kann man natürlich auch arbeiten – gegen Geld (Work & Travel) oder für freie Kost & Logis (Wwofing) oder ohne Entlohnung (Freiwilligendienste / Workcamps, Praktika).

siehe auch Freiwilligendienste / Workcamps
siehe auch Work & Travel
siehe auch Wwofing

Allein verreisen oder nicht? / Als Frau allein verreisen oder nicht?

Obschon ich eher eine Einzelgängerin bin, werde ich meine nächste Weltreise nur noch in Gesellschaft umsetzen. Wenn man allein unterwegs ist, ist man natürlich herrlich unabhängig, aber eben so sehr allein, dass man Schwierigkeiten und daraus entstehender Frust auch allein zu tragen hat, eben das gesamte Päckchen auf den eigenen Schultern. Selbst schöne Erlebnisse kannst du in deiner ersten Freude nur allein genießen …
Ich würde, so heute meine Meinung, zugunsten eines Reisepartners, mit dem ich gemeinsam durch dick und dünn gehen kann und der mich auffängt, wenn ich schlicht und einfach keinen Bock mehr habe, Kompromisse in meiner Reiseplanung in Kauf nehmen. Sozusagen ein Stück Freiheit aufgeben zugunsten dem Stück Heimat im Gepäck … 😉

Wer als Frau allein verreisen will, hat Mut. Ich kann diejenigen unter euch nur bestärken, daran festzuhalten. Was einem auf deutschen Straßen passieren kann, kann einem auch im Ausland widerfahren. Auf der Hut sein, und das verstärkt an Plätzen, die man nicht kennt, ist immer sinnvoll. “Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!” – so die Worte meiner Mutter und der Leitsatz bei all meinen spontanen Unternehmungen, die ich ohne Begleitschutz gestartet habe. Natürlich lässt sich das Selbstbewusstsein auch mit einem Selbstverteidigungskurs verstärken, den man möglichst rechtzeitig vor Abreisebeginn absolvieren sollte.

Wer sich auf seine Reiseziele genauer vorbereiten will, beschäftigt sich im Einzelnen mit den kulturellen Lebensbedingungen von Frauen, insbesondere in islamisch geprägten Ländern. Religöse Stätten sollte man immer in Respekt vor den dort herrschenden Regeln betreten, also körperlich bedeckt, regelrecht von Kleidung verhüllt sein. Wer generell keine Rücksichtnahme vor den Sitten in fremden Ländern halten kann, sollte erst gar nicht losreisen.

Alltag

Den gibt´s auch beim Reisen. Spätestens an der dritten Station deiner Reise, wirst du erkennen, was ich mit Alltag eines travellers meine. Die Abfertigung deiner Transportvariante, die Vorortsuche einer geeigneten Unterkunft, das sich Zurechtfinden und Einleben an einem fremden Ort gleichen früher oder später einem alltagstypischen routinierten Ablauf.

Angst

Mein Lieblingsthema. Angst hindert, lähmt und macht unnötig verrückt. Ist aber menschlich und ein präsentes Gefühl in unserem -Haushalt. Daher wird man früher oder später Angst haben.
Ich habe mir vor der Reise praktisch in die Hosen geschissen. Aber mit jeder Entscheidung, die ich getroffen habe, um der Umsetzung meiner Reise sozusagen ein Stückchen näher zu kommen, hat die Angst proportional abgenommen. Das ist nicht unglaublich, sondern vollkommen logisch.
Mit jedem Schritt, den du auf ein zunächst unerreichbares wie -bestimmbares Ziel zugehst, wächst dein Selbstbewusstsein, das Vertrauen (darin, dass es auch gelingen wird) und die (Vor-)Freude, bald diesen Punkt zu erreichen.
Ist dann der Tag der Abreise gekommen und du sozusagen unterwegs, wird irgendwann nach der ersten Euphorie wieder Angst einsetzen, nur verhält sie sich dieses Mal vollkommen anders, weil du in einer ganz neuen unbekannten Lebenssituation bist (sofern du – wie ich – das erste Mal in deinem Leben eine Reise als “Backpacker” unternimmst).
Angst wird also immer irgendwie “dabei” sein. Versuche daher, das Gefühl eher dankbar anzunehmen. Angst lässt uns überleben und zeigt dir ganz genau auf, wer du eigentlich bist und was dir wichtig ist.

Around-the-World-Ticket

Ein unter travellern bekannter Begriff. Mit diesem Flugticket kommst du einmal rund um den Globus, fliegst (meistens) in eine Richtung und kannst mit einem Paketpreis die einzelnen Flüge sehr günstig erhalten.
Meine Empfehlung: Das Ticket nicht in Deutschland, sondern über das Internet in England kaufen. Dort ist es nicht nur günstiger, sondern man erhält für weniger Geld mehr Stationen und kann sogar ein Backtracking einbauen (steht für Flüge in die entgegengesetzte Richtung).

Ausgaben

Mit 100%-iger Sicherheit werden Ausgaben für den Start, Transport, die Unterkunft, Verpflegung, Touren / Aktivitäten, Souvenire / Geschenke und Kommunikation (Internet, Post, Telefon) anfallen.
Dazu kommen unvorhersehbare Kosten für eventuelle Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte oder schlimmstenfalls -Rücktransport.
Trotz einer Langzeit-Auslandsaufenthalt-Krankenversicherung muss du als Reisender vor Ort in erster Linie selbst (also cash) bezahlen und kannst die Ausgaben erst nach Rückkehr in Deutschland bei der Versicherung geltend machen. Schön einfach für die Versicherer, gell?!

Unter Startausgaben verstehe ich alles Notwendige für
– Impfungen
– Versicherungen
– Equipement
und erste Transportkosten (für den Transport zum ersten Ziel oder beispielweise das Around-the-World-Ticket).

Zur Orientierung, mit welcher Tagesatzsumme man in etwa zu rechnen hat, habe ich für die Länder (Orte / Landstriche, in denen ich mich aufgehalten habe) den durchschnittlichen Betrag ermittelt:

England, Südküste (Bournemouth)
24,21 Euro

England (London)
(ca.) 65,83 Euro

Indien (Mumbai)
63,11 Euro

Indien (Kerala und Tamil Nadu)
14,51 Euro

Singapore (Singapore)
34,36 Euro

Malaysia (Borneo)
39,34 Euro

Thailand (Bangkok und Koh Phangan)
42,85 Euro

Australien (Sydney)
45,09 Euro (inkl. dem einkalkulierten Verdienst von 772,42 Euro aus vier verschiedenen Jobs)

Die auf meinen Tagessätzen aufgebaute Gesamtkalkulation ergibt einen Durschnittsbetrag von

ca. 36,98 Euro / Tag für 6 Länder in einem halben Jahr.

(Wenn ich einmal ganz viel Zeit habe, werde ich die Rechnung noch ein drittes Mal gegenprüfen.)

In der Rubrik “Reiseziele” habe ich der besseren Übersicht halber die Tagespauschale nocheinmal im Zusammenhang mit den Unterkünften und den absolvierten Touren (wie sonstigen Besonderheiten) eingepflegt. Ich empfehle, bei deiner Vorab-Kalkulation mit einem Sicherheitsbetrag von min. 50 Euro (idealerweise 70 Euro) pro Tag auszugehen.

Ausweise

… sind notwendig. Am Flughafen, also bei Ein- und Austritt in einem Land und bei Eintritt in Bars / Clubs oder wenn du ein Paket verschicken willst (die letzen beiden Punkte sind in Australien der Fall) musst du dich ausweisen können. Dies ist auf internationalem Plataeu mit dem Reisepass möglich. Auf den Perso kannst du im Prinzip verzichten, wenn du den Reisepass dabei hast.
Der Reisepass ist das wichtigste Dokument, mit welchem du praktisch schlafen gehen solltest. Ich habe das Teil nie aus den Augen gelassen, um Verlust / Diebstahl zu vermeiden. Ist das Teil ersteinmal weg, beginnt ein abenteuerlicher Spaß, seine Identität im Ausland unter Beweis zu stellen.
Darüber hinaus ist der Führerschein (möglichst ein Internationaler), der Impfpass und Kredit- / EC-Karten wichtig. Alles Weitere ist überflüssig. Selbst Ausweise, die irgendwelche Nachlässe zum Vorteil hätten. Oft werden solche im Ausland nicht akzeptiert (selbst wenn du dich mühevoll um eine beglaubigte Übersetzung in Englisch gekümmert hast) oder du wirst einfach ausgelacht.
Brillenträger können einen Brillenpass mit sich führen, um sich bei Verlust vor Ort mit ihren Werten eine zweites Gestell anfertigen zu lassen. Ich rate eher zu dem Mitführen einer Ersatzbrille.
Für die wichtigen Dokumente empfehle ich außerdem einen wasserdichten Dokumentenhüllen-Schutz (wie eine Tasche) und für Kreditkarten einen extra Plastikhüllenschutz.
Fertige sicherheitshalber von allen Ausweisen einen Scann an, den du dir in Dateiform an dein e-mail-Postfach sendest.

siehe auch Verlust / Diebstahl

Bewerbungsunterlagen / Lebenslauf

Wenn du darauf spekulierst, im Ausland Geld zu verdienen, sind Bewerbungsunterlagen, also min. ein in englischer Sprache verfasster Lebenslauf, unabdingbar.
Wer sich hier schlampig vorbereitet, muss sich nicht wundern, wenn die Bewerberei vor Ort nicht richtig klappt. Auch bei Aushilfsjobs z. B. im Rahmen von Work & Travel in Australien sind englische Lebensläufe ein absolutes Muss.
Wer hier Unterstützung oder Hilfestellung benötigt, kann mir gern eine e-mail schreiben. Bitte angeben, wohin es gehen soll, welche Pläne du konkret hast, wo du dich also bewerben willst usw. Eine klare Auflistung deiner Vorstellungen erspart mir nervige Nachfragerei.

Budget

Mit der zur Verfügung stehenden Summe an Geld nimmt proportional die Notwendigkeit der logistischen Vorrausplanung der Reise ab. Damit beziehe ich mich auf die Art des Transportes, der Unterkunft und der finanziellen Flexibilität, vor Ort in Touren oder besondere Aktivitäten zu investieren.

Beispiele:

Deine Ausgangssituation lautet: “Ich habe kein Geld”

Das heißt für mich, dass du die Startausgaben bezahlen kannst, aber dann mit 500 Euro in der Tasche losreisen willst.
Im Ernst?! Okay. Nachdem, was ich auf der Reise erfahren habe, glaube ich, dass dies möglich sein kann. Allerdings nur unter den Vorraussetzungen, dass du den Fokus deiner Reise auf das “Überleben” setzt (denn deine ersten Aktivitäten vor Ort werden sich ganz konkret darauf konzentrieren müssen), bereit bist, zu arbeiten (und zwar in fast jedem Job, der dir unter kommt), kein festes Routing im Kopf hast und Zeit ohne Ende zur Verfügung steht.

“Ich habe etwas Geld, aber es ist eher wenig”

Ich tippe nach Abzug der Startausgaben auf 1.500 – 2.500 Euro. Damit sieht die Welt schon etwas besser aus.
Allerdings würde ich dir dennoch davon abraten. Spare lieber noch ein bischen, als jetzt mit diesem begrenzten Budget loszuziehen (du hast dann wirklich nur Sparstress an der Backe).
Wenn du trotzdem losreisen willst, empfehle ich dir, dich auf Ländern einzuschränken, in denen du das Work & Travel Visa beziehen kannst (Australien, Neuseeland und Kanada) und in denen die Lebenshaltungskosten sehr gering sind (bekanntlich in den meisten südostasiatischen Länder der Fall).

“Na ja, ein bischen ist es schon!”

Aha, also um die 5.000 Euro (so war es bei mir). Damit kann man losziehen, allerdings ist eine genau Vorabplanung und Sparen unumgänglich, sofern du einen längeren Reisezeitraum anstrebst.

“Geld ist ausreichend vorhanden!”

Also, zwischen 7.500 – 10.000 Euro. Bei Abflug aus Deutschland? Glückwunsch! Die Reise wird sich, was den kostentechnischen Aspekt betrifft, für dich sicher positiv entwickeln!

“Geld ist kein Thema.”

Wäre meiner Vorstellung nach ab 15.000 Euro. Schön. Worauf wartest du noch?

Du solltest dir ein genaues Planungsgerüst zurechtlegen. Das hilft, den Überblick zu behalten. Auch, wenn sich die Reise vielleicht ganz anders entwickeln kann / wird.

Kläre für dich daher die folgenden Fragen ab:

Wohin soll es gehen?
Wie komme ich kostengünstig dorthin?
Wo kann ich gut und günstig unterkommen?
Was will ich vor Ort sehen?
Was will ich vor Ort erleben?
Bin ich gewillt, vor Ort zu arbeiten?
Wie kann ich Geld einsparen?

Entscheidungsfindung (für die Weltreise)

Es gibt drei Fragen, die du dir im Vorfeld beantworten solltest:

1. Wieviel Geld habe ich zur Verfügung?

2. Was für ein Reisetyp bin ich?

3. Was will ich sehen und auf der Reise erleben?

Frage Nr. 2 empfinde ich rückblickend als die Wichtigste, vielleicht auch deshalb, weil ich mir darüber keine wirklichen Gedanken gemacht habe. Ich wollte den Sprung ins kalte Wasser wagen und direkt im Geschehen herausfinden, ob ich mit den Umständen zurechtkomme.
Meiner heutigen Meinung nach sollte man sich selbst genauestens prüfen, was man persönlich beim Reisen als lebenswert empfindet. Heißt, gefällt es mir, von A nach B per Anhalter zu kommen oder würde ich es vorziehen, mit dem Flieger schnell und bequem an meine Ziele zu gelangen? Finde ich menschenunwürdige Zustände in einem asiatischen Hostel witzig oder lege ich Wert auf eine heiße Dusche und eine ausgewogene Ernährung beim Frühstück?
Mit der Beantwortung dieser Frage kreist du sehr schnell das Budget ein, was dir min. zur Verfügung stehen muss. Und / oder stellst fest, dass du lernen musst, Kompromisse zu machen. Wie auch immer: Je früher man weiß´, was man NICHT will, desto geringer sind negative Überraschung während der Reise.

Fazit zu diesen drei Fragen:

Die Antworten sind sehr individuell. Meine verzeichneten “Ratschläge” sind daher nicht allgemeingültig (nagelt mich darauf also bitte nicht fest), sondern aus der Sicht einer alleinreisenden 31-jährigen Frau zusammengefasst, die nach Abzug aller Startausgaben eigentlich nur 5.000 Euro zur Verfügung hatte, möglichst alles sehen wie erleben wollte und letztlich (nach Abzug der Startausgaben) um die 7.000 Euro ausgegeben hat (und doch nicht alles sehen wie erleben konnte!).

Computer

Ich wollte auf meine Tour tatsächlich ohne Computer losziehen. Ein ganzes Jahr ohne dieses verflixte Teil, so die ursprüngliche Idee. Erst mein damaliger Freund hat mich überzeugen können, dass das Unsinn ist, erst recht, wenn man es wie ich gewöhnt ist, sich tagtaglich mit dem Computer zu beschäftigen wie zu kommunizieren.
Schon allein, wenn man digital fotografiert, ist es eine Überlegung wert, sich für eine solche Reise einen Laptop zuzulegen. Wichtig ist ebenfalls, die auf dem Laptop befindende Software / das Betriebssystem als Sicherheitskope auf CD-Rom mit sich zu führen.
Ebenfalls sind CD- / DVD-Rohlinge nicht zu vergessen. Du kannst die natürlich auch unterwegs kaufen, allerdings hängen die Preise und Verfügbarkeit stark von dem jeweiligen Land ab. Also ein paar dabei zu haben, ist nie verkehrt.
Ich kann im Nachhinein nur resümieren: Ohne mein MacBook wäre ich insbesondere in Malaysia und Thailand wahnsinnig geworden.

Equipement

… ist ein breites Feld, welches wieder stark von den individuellen Bedürfnissen abhängt. Ich zähle daher hier nur die absoluten basics auf, über die man nachdenken sollte.

In der Summe würde ich bei dem Equipement NICHT an Qualität sparen. Es lohnt sich z. B., ein schlau ausgeklügeltes Rucksacksystem zu nutzen, was strapazierfähig ist.
Bei einem Rucksack empfehle ich, sofern man fliegt, noch einen einfachen Schutzsack und immer einen Nässeschutz dabei zu haben. Bei dem Nässeschutz gibt es zwei Varianten:
a) Rucksack- oder
b) Rucksack- und gleichzeitiger Personenschutz.
Für b) spricht, dass die Wassermassen nicht zwischen Rucksack und Person laufen. Sofern der Rucksack aber so voll ist / wird, dass er praktisch “in die Höhe wächst”, kannst du auch irgendwann deinen Two-in-one-Poncho nicht mehr richtig überziehen. Was bleibt da also übrig?
Einfach aktzeptieren, dass man nass wird oder Schalenkoffer mit Rollen, der nicht zu quetschen geht und irgendwie als “Backpacker” uncool wirkt (aber sehr rückenschonend ist)?
Ich habe mich für´s Nasswerden, damit für den Rucksack, einen extra Tagesrucksack und den Two-in-one-Poncho entschieden. Der Tagesrucksack macht wirklich Sinn (für Kleinkram und Tagestouren), allerdings muss man ihn sich bei dem gesamten Transport meistens vor den Körper / Bauch hängen, weil der Rücken schon “besetzt” ist.

Das Equipement besteht (ohne Technik wie Kamera, Computer usw.) aus

Arbeitszimmer
– ev. Passfotos (wenn man Work & Travel anstrebt)
– Schreiber
– 1 x wasserfester Folienschreiber (EDDING)
– Notizbuch
– Ausweise
– Bauchgeldtasche / Portmonaie

Badezimmer
… ist ebenfalls sehr individuell. Stelle einfach zuhause alles zusammen, auf was du partout nicht verzichten kannst. Dann geht es ans Abspecken, denn mit den Utensilien lässt sich viel Gewicht einsparen.
Im Prinzip ist Shampoo überflüssig, da du dir auch mit Duschgel die Haare waschen kannst (warum dass so ist, hat mir ein Frisör ausführlich erklärt).
Kleine Tuben verwenden. Es gibt spezielle traveller Kulturtaschen, die aufgerollt werden können, die man aufhängen und im Gepäck quetschen kann. Sehr praktisch, unbedingt kaufen.
Statt dem überdimensionalen Badelaken, welches nur Platz frisst, reicht ein kleines traveller Handtuch aus Microfaser.

Für entspanntes Reisen
– Nackenkissen (aufblasbar)
– Schlafbrille
– feuchte Entspannungstücher
– Taschentücher
– ein portables WC-Sortiment
(Hä, was ist das? Das ist alles von Klopapier bis hin zu Tampons, dass, was man unterwegs braucht, wenn das Badezimmer nicht greifbar ist und man womöglich nichts außer einem stinkenden Loch im Fußboden (Indien) zur Vergüng hat. Glaubt mir: Reisen kann sehr schnell zur Tortour werden, wenn man nicht entspannt auf Toilette gehen kann.)
– individuelle Medikamente, auf die man schnellen Zugriff haben muss / will

Kleiderschrank
Ebenfalls sehr individuell. Meine Empfehlung:
– Wärmende Unterwäsche (wirklich sehr praktisch!) in Form eines eng anliegenden dünnen Sweatshirts und Leggins
– 1 x Paar warme Socken
– dünne Füsslinge
– Badelatschen (mit hohem Rand, ja, soetwas gibt es wirklich!)
– Travellersandalen
– Birkenstocks, bequeme Turnschuhe und / oder Wanderschuhe
– Fleecepulli
– 1 x Ziphose (möglichst 2 x verkürzbar)
– 1 x dickere Hose
Die Hosen sollten wirklich bequem sitzen und möglichst genug wie tiefe Taschen haben.
– eine weitere kurze Hose
– Badehose oder Bikini und / oder Badeanzug
– Kompressionsstrümpfe (bei längeren Flügen sinnvoll, alles andere, wie Spritzen / Tabletten ist laut mehrerer eingeholter Meinungen von Medizinern Schwachsinn)
– T-Shirts (auch ärmellose)
– warme, am besten regenfeste Jacke
– Mütze / Hut
– sonstige notwendige Unterwäsche
Bei Frauen
– Sarongtuch (lohnt sich, vielseitig einsetzbar)
– verzichtet bei Unterwäsche auf Seide und Spitze. Baumwolle und bequeme Sport-BHs sind angesagt
– Reiseseife / Pulver zum Waschen

Küche (nicht auf die Bedürfnisse von Zeltern abgestimmt)
– Plastiktellersystem
– Plastikbesteck (Gabel, Löffel, Messer)
– Salz / Pfeffer
– verschliessbare, regenfeste Plastiktüten
– handflächengroßes Geschirrhandtuch
– Geschirrspülseife (bei Seife gibt´s auch ´ne Kombination für alles, also auch für Kleidung)
– Schwamm
– ev. Streichhölzer

Reiseapotheke
… ist absolut unumgänglich und lebensnotwendig. Wer sparen will, also so ignorant ist und auf den Krempel verzichten will, ist lebensmüde. Medikamente im Ausland nachzukaufen, kann sehr nervig werden. Man versteht den Beipackzettel nicht und kann nicht davon ausgehen, dass die Qualität auch deutschen Produkten entspricht. Wem kurzerhand das Paracetamol ausgegangen ist, fragt einfach die Stewardess im Flieger nach ein paar Tabletten. Dennoch würde ich immer vorsorgen und das schon in Deutschland. Wer Interesse an meiner detaillierten Liste hat, möge mir bitte eine e-mail senden.

Schlafzimmer
– Schlafsack
– Schlafsack-Inlay (lohnt sich; ist wie ein Schlafsack, nur aus einem dünneren Material wie Baumwolle oder Seide, insbesondere in ekligen asiatischen Hostelbetten unverzichtbar)
– wasserfester Schutzsack (gute Qualität, damit der die ganze Reise über hält)

Sonne
– Sonnenbrille
– Sonnenhut
– Sonnencreme
– kühlendes Fluid bei Sonnenbrand
– schmerzstillende Creme nach einem Sonnenbrand

Verteidigung
– Schrillalarm
– Stecknadeln (schnelle Waffe)
Bei allem weiteren wie Reizgas oder Schreckschusspistolen vermute ich auf Schwierigkeiten am Flughafen.
Achtung: Die beste Verteidigung ist immer noch ein stabiles Selbstbewusstsein, sicherer Instinkt, schnelle Beine und gegebenenfalls ein Selbstverteidigungskurs, den du im Vorfeld absolvieren kannst.

Sonstiges
– Stirnlampe (plus Batterien)
– Nähzeug
– Sicherheitsnadeln
– dünnes Seil
– Schweizer Taschenmesser (wenn man fliegt, das Messer nie im Handgepäck mit sich führen, sonst musst du es bei der Kontrolle abgeben)
– Schlüsselanhängerband
– kleines Vorhängeschloss (für Schränke im Hostel)
Bei Brillenträgern
– Ersatzbrille

Achtung:
Diese Reiseequipementliste enthält keine technischen Geräte. Sobald ein technisches Gerät hinzukommt, denke daran, ob du dazu Batterien, ev. ein Aufladegerät für die Batterien und / oder ein Netzteil, dann folglich auch einen international funktionierenden Adapterstecker benötigst.

Ernährung

Es gibt sie wirklich: Traveller, die mit der ausschließlichen Einnahme von Toastbrot und Tütensuppen überleben (wollen). Ich kann davon nur abraten. Wer vor seinem Körper keinen Respekt hat, sich selbst somit keine ausgewogene Ernährung zufügt (nur um Geld zu sparen), ist verantwortungslos und ganz besonders mit sich selbst.

Film- / Foto- / Tonaufnahmen

Um sich auch noch im Nachhinein über dieses einmalige Erlebnis zu erfreuen, bietet es sich natürlich an, Filme, Fotos und / oder Tonaufnahmen während der Reise zu erstellen (´ne dämliche Einleitung, aber ich habe tatsächlich auf der Tour Leute kennengelernt, die darüber nicht nachgedacht haben und mit Einwegkameras unterwegs waren).

Filmen ist klasse. Wer es sich noch leisten kann, in eine Minikamera zu investieren, sollte das unbedingt tun. Es gibt einfach keine bessere Möglichkeit, als so die optischen und akustischen Eindrücke für die Nachwelt festzuhalten.

Fotos zu schießen, ist schon fast obligatorisch und der gängiste Weg.
Wer hier noch analog vorgeht, macht es sich insbesondere auf so einer Tour zu kompliziert. Filme müssen entwickelt werden (kostet Geld) und die ganzen Printabzüge (kosten wieder Geld) mit dir um den Globus zu schleppen, willst du bestimmt nicht.
Digitales Fotografieren hat nicht nur diesbezüglich Vorteile. In fast jedem Internetshop lassen sich CDs / DVDs deiner Bilddaten brennen, so dass du wieder einen leeren Chip hast. Außerdem kannst du die Datenträger sofort nach Hause schicken. Natürlich kannst du auch Printabzüge auf den Postweg bringen, aber das Risiko, dass diese möglicherweise verknickt daheim ankommen, ist größer. Außerdem kannst du zwischendurch per e-mail Fotos versenden. Darüber freuen sich sicher deine Daheimgebliebenen.

Tonaufnahmen? Wieso das?!
Ich habe tatsäch auf meiner Tour ein paar Mal sehr coole Geräuschkulissen wahrgenommen. Dank der Aufnahmefunktion meines MP3-Players konnte ich ein paar von diesen festhalten.

Fitness

Ja, das ist tatsächlich ein Thema. Ich kann nur jedem Weltreisenden raten, sich vor Reisestart eine stabile Fitness zuzulegen. Es erleichtert einfach vieles.
Wenn du z. B. schweres Gepäck in den fünfen Stock eines Hostels schleppen musst und dabei die Treppe zu benutzen hast, wirst du dich freuen, wenn dir dabei nicht die Puste ausgeht (das Gegenteil war bei mir der Fall).
Ebenso verhält es sich mit den Aktivitäten auf deiner Tour. Den höchsten Berg Südostasiens zu besteigen, bringt einfach nur dann Spaß, wenn man sich dafür fit genug fühlt (ich habe es daher gleich gelassen).
Dein Körper wird bei einer stabilen Fitness ebenso Jetlags oder eine gestörte Nachtruhe durch Nachtflüge o.ä. besser wegstecken können.

Freiwilligendienste / Workcamps (was Soziales halt)

Was einen neuen Erfahrungswert ausmacht, ist eine soziale Aktivität. Man kann sich z. B. als freiwilliger Helfer für sogenannte Workcamps von diversen Hilfsorganisationen melden. So ergeben sich z.B. auch neue spannende Orte auf deiner Route wie selbstverständlich neue Kontakte.
Für die jungen Hüpfer unter euch wäre das ein echter Pluspunkt im Lebenslauf. Allerdings sind diese Aktionen nicht unentgeltlich und meistens an ein Auswahlverfahren gekoppelt.

Weitere Informationen findest du z. B. unter
www.asf-ev.de
www.ibg-workcamps.org
www.bauorden.de
www.kolping.de
www.sci-d.de

Fremdsprachen

Grundvorraussetzung: Mit Englisch kommst du sehr weit.
Dein Englisch aufzupolieren, ist daher nicht nur aufgrund eines solchen Reisevorhabens sinnvoll.
Wer gar kein Englisch spricht, sollte sich im Vorfeld einen Sprachkurs gönnen, damit man es sich etwas einfacher macht.
Bevor ich die Reise gestartet habe, habe ich eher holpriges Englisch gesprochen, daher auch in dem ersten Land einen Mini-Sprachkurs eingeflochten. Heute kann ich gut verstehen und flüssig sprechen.
Die Sprache wirst du also in jedem Fall lernen, bzw. verbessern. Ich habe unterwegs genug Leute getroffen, die beim Start ihres Trips kaum Englisch gesprochen haben.

Freunde

Was willst du konkret darüber wissen? Echte Freunde werden dir auf jeden Fall die Treue halten, auch, wenn man nicht ständig eine e-mail schreiben oder auf dergleichen antworten kann. Auf die Abschiedsparty kommen sie alle, auf eine Welcome-Back-Party sicher auch. Wer allerdings nach einer vorzeitigen Rückkehr oder bei sonstigen Wiedereingewöhnungsschwierigkeiten kein Händchen halten kann, sollte sich besser vom Acker machen. Und außerdem ist auf Reisen sowieso noch ALLES weitere möglich …!

siehe auch Leute kennenlernen

Geld

… würde ich sicherheitshalber auf Bares, Kreditkarte und Travellerschecks verteilen. Bei der Verstauung würde ich das Geld ebenso “verteilen”, um die Gefahr des Verlustes abzumildern. Es gibt sogenannte Bauchgeldtaschen, die man wie einen “Brustbeutel” gürtelähnlich um den Bauch schnallt und unter der Kleidung mit sich führt. Fand ich so dämlich und im Handling für mich persönlich unpraktisch, dass ich mir für das Bargeld ein kleines Portmonaie besorgt habe. Die Ausweise hielt ich immer separat in einem Dokumentenhüllenschutz verborgen und habe neben Bargeld nur die Kredit- / EC-Karte mit mir geführt.

siehe auch Ausgaben und Budget
siehe auch Verlust / Diebstahl

Gesundheit / Impfungen

Sauwichtig. Wenn´s einem nicht gut geht, man also vor Ort ernsthaft krank wird, kann die Reise schnell zu Ende gehen. Einfach, weil man sich so schutzlos und schwach fühlt, dass man glaubt, das maue Gefühl zu Hause, im vertrauten Umfeld, besser ausstehen zu können.
Wenn es möglich ist, das Risiko, im Ausland zu erkranken, im Vorfeld einzugrenzen, sollte man dies UNBEDINGT tun.
Mit Impfungen muss man sich rechtzeitig auseinandersetzen (ca. ein Jahr vor der geplanten Abreise), da gewisse Impfungen wegen dem Einnahmeprozess eine bestimmte Vorlaufzeit benötigen.
Für die Impfungen empfehle ich immer das ortsansässige Tropeninstitut zu besuchen. Dort arbeiten die richtigen Fachkräfte, die auf dem neuesten Stand sind. Bei dem Prozedere nicht erschrecken: Die Ärzte sind meist kernige Brocken, fast Hafenarbeiter ähnelnd, ballern einem in Sekundenschnelle die Spritze in den Arm, kassieren dafür horrende Summen ab und auf dem Gang können dir Heimreisende begegnen, die gerade erfahren haben, dass sie an Gelbfieber erkrankt sind. Man sollte also nicht verzagen, wenn bei solchen Erlebnissen die ersten Zweifel aufkommen. Ernsthaft wie unerwartet zu erkranken, kann einem auch auf heimischen Boden widerfahren. Glaubt mir!
Auch empfehle ich nach Reiserückkehr wiederholt ins Tropeninstitut zu gehen und sich dort nocheinmal gründlich abchecken zu lassen. Viren können auch verschleppt werden und später ausbrechen (alles schon passiert). Sofern man allerdings keine Symptome angeben kann, die diesen Check rechtfertigen, muss man tief in die Tasche greifen (ca. 150 – 200 Euro).
Ansonsten kann ich für den Aufenthalt im Ausland nur noch empfehlen, sich insbesondere in asiatischen Ländern nicht auf jedes Essen zu stürzen (Durchfall- wie Lebensmittelvergiftungsgefahr), Wasser immer abzukochen oder besser gleich auf Flaschenwasser zurückzugreifen (sich über die ortsansässigen Hersteller informieren oder sicherheitshalber importiertes westeuropäisches Wasser kaufen), sich nicht von einem fiesen Vieh stechen oder beißen zu lassen 😉 und dafür entsprechende Vorkehrungen zu treffen (den besten Mückenschutz zu kaufen, Zeckenzange einstecken, vernünftiges geschlossenes Schuhwerk in dschungelähnlicher Landschaft tragen und nicht mit Flip-Flops durch Nationalparks laufen – alles gesehen!).
Ganz wichtig: Wer sich dazu entschlossen hat, seine deutsche Krankenversicherung (während des Aufenthaltes im Ausland) zu kündigen, sollte sofort bei Rückkehr in das Heimatland unverzüglich eine Neue abschließen! Sonst ist Ärger praktisch vorprogrammiert!

Handy

Wie ohne Computer loszureisen, wollte ich sogar mein Handy zuhause lassen. Einmal ganz ohne technischen Schnickschnack überleben, sozusagen zum Ursprung zurück. “Dann nehme das Handy doch wenigstens zur Sicherheit mit”, so der Kommentar meines damaligen Freundes dazu.
Fazit: Er hatte nicht nur damit recht. Ich habe mir in jedem Land eine (bezahlbare) Prepaidkarte zugelegt, um einfacher kommunizieren zu können. Du kannst so nicht nur praktischerweise SMS an deine Freunde versenden, du kannst auch vor Ort schneller reagieren und bist erreichbar (bei Work & Travel unverzichtbar). So ein Handy ist schon ´was Feines. 😉

Kriminalität

Habe ich glücklichweise nicht erfahren. Daher kann ich hier wenig Helfendes niederschreiben. Das Einzige, was ich fast unter “kriminell” einstufen würde, waren die Abzockereien von diversen Thailändern.

Lektüre

… ist natürlich nett, nimmt aber einfach zuviel Platz weg und wiegt. Meine Empfehlung: Nehme dir ein dünnes Buch mit, welches du schon immer einmal lesen wolltest. Wenn du es durch hast, hinterlasse es in einem Hostel. Dort findest du meist ausgelese Bücher anderer traveller. Oder kaufe dir vor Ort ein neues in einem Second Hand Buchladen. Man kann zwar damit nicht gezielt ausgesuchte Veröffentlichungen lesen, aber meistens findet man Titel, die man schon immer einmal lesen wollte. So erging es jedenfalls mir!

Leute kennenlernen

… wirst du täglich. Schon allein deshalb, weil sich traveller weltweit “erkennen”. Ich habe mich irgendwann zurückgezogen, weil mir das oberflächliche Gesabbel mit den immer gleichen Fragen (“Woher kommst du? Wohin gehst du? Und was machst du sonst so?”) extrem auf den Geist ging.
Wirkliche Freundschaften auf einer derartigen Reise zu machen, bedarf etwas mehr Zeit. D.h. wenn dir jemand begegnet, den du insbesondere als traveller immer wieder anrufen kannst, der Lust hat, mit dir etwas zu unternehmen, dir hilft und – sofern er Einheimischer ist – sogar eine Unterkunft kostenlos zur Verfügung stellt, Gratulation! Solche Kontakte sind Gold wert und bereichern nicht nur deine Reise enorm!
Wenn man insbesondere Einheimische und deren Lebensweise in einem Land kennenlernen will, bietet sich ansonsten das Reisen über Servas an.

siehe auch Freunde
siehe auch Servas

Internet

… ist selbst in den letzten Löchern zu finden. Sogar in Südindien. Schnelle Leitungen sind in solchen Landstrichen rar gesäht, aber online kommt man in jedem Fall. Internettelefonie wie skypen ist einfach nur cool.
Wenn man mit einem W-Lan-fähigen Laptop ausgestattet ist, hat man natürlich den Oberbock abgeschossen. Warum? Das werde ich hier jetzt nicht weiter erläutern.

siehe auch Telefonieren

Musik

Um sein Lieblingsinstrument mitzuschleppen, muss man es wirklich “lieben”, denn schleppen musst du es auf jeden Fall. Ansonsten bieten sich Gesangsstunden an oder man besorgt sich eine handliche Mundharmonika. Die einfachste Lösung sind MP3-Player. Wenn man nicht seinen eigenen Laptop mit sich führt, muss man zwangsläufig auf eine Aktualisierung verzichten. Ansonsten ist das Teil einfach nur oberpraktisch!
Achtung: Verliere bloß nicht deine Kopfhörer!

Mut

Jeder Mensch ist mutig. Sobald man sich entscheidet, auf etwas zuzugehen, was einem vollkommen unbekannt ist, ist man mutig. Egal, wie klein oder groß dieses Vorhaben ist.
Wer ständig ausweicht, wird sich zwangsläufig nicht weiterentwickeln. Und definitiv mit der Zeit unsicher werden. Denn es ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen (zumindestens war dies so während der Kindheit), etwas Neues auszuprobieren. Denn nur mit dem Ausprobieren kann man durch die neu gemachten Erfahrungen dazulernen. Damit wir wieder bei der Kindheit wären …
Um es kurz und letztlich auf den Punkt zu bringen: Du verlierst nichts. Ganz im Gegenteil, denn du kannst nur hinzugewinnen!

Partnerschaft / Familie

Hm … schwieriges und sehr persönliches Thema. Ich versuche, mich kurz zu fassen: Wenn du jemanden liebst und der nicht mitkommen kann, frage dich, ob du ohne diesen Menschen über einen so langen Zeitraum auskommen kannst. Wenn ja, alles roger, wenn nein, überlege dir einen Kompromiss (nicht so lange verreisen oder sich zwischenzeitlich an verschiedenen Orten treffen, sozusagen die Urlaube gemeinsam planen). Denn sonst ist Heimweh vorprogrammiert und man will einfach nur zurück zu seinen Liebsten, wenn irgendwie alles im Ausland nicht mehr passt. Da reicht die Internettelefonie dann auch nicht mehr aus. Also, am besten vorher alle Möglichkeiten durchspielen und dabei ganz ehrlich zu sich selbst und den anderen sein. Na, und wer Single ist, lacht sich ins Fäustchen und freut sich auf die vielen neuen und spannenden Kontakte während der Tour!

Praktikum

Nie verkehrt, immer ein Pluspunkt im Lebenslauf und insbesondere auf ausländischem Boden oftmals nur durch die eigene Initiative zu bekommen. Teilweise können auch Organisationen weiterhelfen, die Sprachkurse oder Freiwilligendienste vermitteln.

siehe auch Bewerbungsunterlagen / Lebenslauf

Post

… würde ich auf der Tour nur für den Fall nutzen, wenn du etwas nach Hause oder Postkarten versenden willst. Auch unter meinen Freunden gab es ein paar klassische Postkartenliebhaber, die ich natürlich nicht enttäuschen wollte. So ergab sich die Idee, auch an mich selbst eine Postkarte zu versenden, die ich ritualgleich immer der letzten / oder der symphatischsten Person eines Landes mit der Bitte in die Hand gedrückt habe, mir doch netterweise ein paar Zeilen zu schreiben und die Karte dann einzuwerfen. Was soll das?
Als ich nach Hause kam, habe ich mich über die vielen Postkarten, so individuell und schön beschrieben, freuen können!

Recherche

… macht Sinn, insbesondere, wenn man sich Länder ausgesucht hat, die so ziemlich das Gegenteil von dem westeuropäischen Lebensstandard sind, welchen wir in Deutschland gewohnt sind. Wer Lust auf einen Kulturschock hat, lässt Recherche natürlich konsequent bleiben (so ich).
Das Internet bietet bekanntlich alles, man muss es nur finden! Ich bin auf irre viele blogs und Fotogalerien gestoßen, aber unter den inhaltlich fundierteren Websiten hat mir nur eine einzige gefallen:

www.nichtswieweg.ch

Bücher sind natürlich auch eine Quelle, kosten aber Geld und sind nicht immer auf dem aktuellen Stand. Dennoch würde selbst ich als kategorischer Reiseführerhasser für jedes Land einen selbigen querlesen.
Die Mitnahme ist natürlich grenzwertig. Wenn man z. B. als Ziel 10 Länder anpeilt und 10 verschiedene Bücher mitschleppt, bleibt nicht mehr viel Platz für anderes Gepäck und ein Rückenschaden ist vorprogrammiert.
Ich habe für diesen Fall noch keine Lösung parat, sorry. Ich weiß´ nur, dass ich mir für das nächste Mal definitiv für JEDES Land einen Reiseführer (und zwar in meiner Muttersprache, mit Bildern!) zulegen werde.

Reiseziele

… gibt es unzählig Sehenswerte. Ich könnte meinen Beruf ändern und ein Reisebüro aufmachen, wenn du an dieser Stelle Tipps von mir erwarten solltest.

Servas

… ist eine internationale Organisation, die sich als Ziel gesetzt hat, internationale Freundschaften im Sinne eines friedlichen Miteinanders auf unserem Planeten zu fördern. Heißt, du kannst Mitglied werden, erhälst von deinem Reiseziel eine Adressenliste von Servas-Mitgliedern, die dir einen Schlafplatz, etwas zu essen und ihre Gesellschaft kostenlos zur Verfügung stellen. Das ist die Kurzfassung.
Ein tolles Konzept. Allerdings sollte man diese nicht ausnutzen. Wer sich bei Servas Leuten parasitär einquartiert, sollte ersteinmal die Bibel lesen. Man kann dort nicht einfach seine Sachen abstellen, zum arbeiten gehen verschwinden und abends spät betrunken heim kommen. Das funktionert nicht und ist auch nicht Sinn dieser Idee. Man ist praktisch ein Teil der Familie, von morgens bis abends im Fokus (so war jedenfalls meine Wahrnehmung) und sollte sich daher auch auf die neuen Bekanntschaften (aus denen Freundschaften erwachsen können) ausrichten.

Alle wichtigen Details, Hintergrundinformationen und Bedingungen, um in diesen Genuss zu kommen, unter:

www.servas.de

Souvenire / Geschenke

… erfreuen dich, wenn du wieder daheim bist wie überhaupt deine Daheimgebliebenen. Was man leider erst im Nachhinein bedenkt, ist die Tatsache, das jedes Mitbringsel wiegt, also dein Gepäck erschwert. Eine Lösung ist, regelmäßig den Rucksack zu entleeren und den Kram nach Hause zu schicken. Das kostet und meist in der Summe deutlich mehr, als was das Geschenk eigentlich wert ist. Ich hab´s trotzdem gemacht!

Sparen

… fängt schon bei dem Gedanken an die Vorabplanung an. Alle in dieser Rubrik genannten Informationen, die Geld einsparen, sind kursiv gesetzt. Mache dich nicht verrückt, also spare deine Nerven für die Reise auf! 😉

Strom

… braucht man, sobald man ein technisches Gerät mit sich führt. Wer Batterien nutzt, sollte sich im Vorfeld fragen, ob Einwegbatterien nicht praktischer sind, als ein Aufladegerät plus Adapter plus Adapterstecker mit sich zu führen. Adapterstecker – sind allerdings notwendig. Kaufe ein Steckersystem, welches so platzsparend ist, dass du bei einer Mehrfachsteckdose auch den daneben platzierten Anschluss nutzen kannst.

Telefonieren

… wird am günstigsten, wenn du Internettelefonie via skype oder andere nette Anbieter (z. B. Sipgate) nutzt. Sipgate hat den großen Vorteil, dass man eine Telefonnummer mit einer deutschen Vorwahl erhalten kann, unter der dich deine Freunde zu defintiv deutschen Telefongesprächkonditionen anrufen können. Heißt in Deutsch: Du hälst dich z. B. in Sydney auf, deine Freunde rufen dich unter deiner Sipgate-Telefonnummer, die eine Hamburger Vorwahl hat, an und zahlen nur die Kosten, die auch auf deutschem Boden anfallen würden. Ebenso verhält es sich anders herum. Du rufst über diese Nummer ein deutsches Telefon an und zahlst auch nur die Kosten, die auf deutschem Boden entstehen würden. Klasse, nicht wahr?

Alles Weitere dazu unter

www.sipgate.de
www.skype.com

Touren

… buchen, kann vor Ort durchaus Sinn machen, ist natürlich mit Kosten, die je nach Land unterschiedlich hoch sind (es gibt angeblich Inseln, wo man bequem und topgünstig von Taxifahrern zu den schönsten Plätzen kutschiert werden kann), verbunden, die man im Vorfeld unbedingt einplanen sollte. Gar keine Tour zu unternehmen, ist echt super öde.
Ich kann hier nur die dringliche Empfehlung geben, sich spätestens vor Ort genauestens über die Angebote und die Preise zu informieren. Leicht kann man (gerade in Thailand) abgezogen werden, oftmals ist die Qualität des Essens, was auf Tagestouren angeboten wird, sehr schlecht.

Transport

Das ist ein sehr wichtiges und komplexes Thema, welches nicht nur einen wesentlichen Erlebniswert als auch einen großen Kosten- wie Zeitersparnispunkt der Reise ausmacht. Frage dich daher, wie schnell du wo genau hinkommen willst, was dir finanziell möglich ist und wie wichtig (und damit bezahlbar) es für dich ist, den Erlebniswert durch das Transportmittel zu erhöhen. Gefahr besteht übrigens bei jedem Transportmittel, das wäre also kein Argument!

Per Anhalter

… ist möglich, darauf sollte man aber nicht fest spekulieren. Wenn man allein unterwegs ist und dann noch als Frau, ist diese Reiseart natürlich sehr grenzwertig, weil einfach zu gefährlich. Dennoch habe ich gehört, dass dies insbesondere in Neuseeland (weil zweitsicherstes Land dieser Erde) üblich sei. Ich selbst habe dies nicht ausprobiert und kann daher wenig Sinnvolles darüber berichten.

Vorteil: Abenteuerlich, es lassen sich neue Kontakte schließen, keine Kosten
Nachteil: Zu gefährlich, unplanbar, hohe Flexiblität deinerseits erfolderlich

Auto

Vorteil: Eine sehr hohe Flexibilität / Unabhängigkeit, auch als Überbrückung zwecks Übernachtung möglich, Gepäck immer dabei, liesse sich mit anderen travellern vor Ort teilen (Kostenersparnis), damit neue Kontakte schließen möglich
Nachteil: muss man sich leisten können, Wartungs- / Reparaturarbeiten nicht ausgeschlossen, Umgewöhnung notwendig, da in vielen Ländern Linksverkehr, Kartenlesen notwendig

Bahn

Vorteil: Hohe Flexibilität, teilweise atemberaubende Strecken (wie z.B. auf Neuseeland), bequem, es lassen sich neue Kontakte schließen, auch als Überbrückung zwecks Übernachtung möglich
Nachteil: muss man sich leisten können, nicht ganz unabhängig, da man sich an das Streckennetz und die Abfahrtzeiten richten muss

Bus

Vorteil: günstigstes Fortbewegungsmittel (in Neuseeland gibt es z.B. www.nakedbus.com), es lassen sich neue Kontakte schließen
Nachteil: irgendwann wird´s unbequem, stickig und nervig, insbesondere wenn Mitreisende stinken, lange sehr laut sind oder nur noch Party machen wollen, nicht ganz unabhängig, da man sich an das Streckennetz und die Abfahrtzeiten richten muss

Fahrrad (oder Kanu / Ruderboot)

Vorteil: Hohe Flexibilität / Unabhängigkeit, hoher Erlebniswert, kostengünstig
Nachteil: Fitness erforderlich, logistische Vorrausplanung unumgänglich, Klärung notwendig, wo genau z. B. die Wasserwege hin verlaufen (also Kartenlesen können), erfordert eine lange Reisezeit, eher für abgeschlossene Touren in einem Land sinnvoll

Flieger

Vorteil: schnell, lange Strecken sind zu bewältigen, günstig (nicht nur kurze Flugstrecken aufgrund von Billigfliegern, sondern insbesondere über das Around-the-World-Ticket), es lassen sich neue Kontakte schließen
Nachteil: eingeschränkter Erlebniswert, bei Langstrecken psychisch wie pysisch hohe Belastung

Motorrad

Vorteil: Hohe Flexibilität / Unabhängigkeit, hoher Erlebniswert
Nachteil: logistische Vorrausplanung unumgänglich, Klärung notwendig, wie man bei Kontinentwechsel über die Wasserwege kommt, erfordert eine längere Reisezeit, Kartenlesen notwendig, Umgewöhnung notwendig, da in vielen Ländern Linksverkehr,

Schiff

Entweder das eigene nutzen oder individuelle Touren über / mit Privatleuten buchen, bzw. sonstige Anbieter wie Vermittlungsagenturen auffinden, über die auch Frachschifftransporte gebucht werden können. Wenn man ganz plietsch ist, geht man in die Segelhäfen und fragt an jedem Boot nach “Hand gegen Koje” (also kostenfreies Mitsegeln gegen Mitanpacken).

Vorteil: Hohe Flexibilität / Unabhängigkeit (wenn eigenes Schiff), hoher Erlebniswert
Nachteil: eingeschränkte Flexibilität, logistische Vorrausplanung unumgänglich, erfordert eine längere Reisezeit, sehr kostenintensiv (wenn eigenes Schiff)

Schwimmen

Damit kommt man natürlich nicht sehr weit, aber z.B. in Thailand, wie der Film “The beach” zeigte, von einer Insel zur nächsten. Ich glaube, dass dies möglich ist, allerdings nur mit dem Notwendigsten an Gepäck (abzüglich aller technischen Geräte und dann bitte wasserdicht verpackt, bei einer sehr guten Fitness und wenig Angst vor gefährlichen Fischen).

Vorteil: Hoher Erlebniswert, weil ungewöhnlich, daher sehr abenteuerlich, stärkt die Fitness, kostensparend
Nachteil: Nur für kleine lokale Strecken geeignet, absolut fitnissabhängig, Angstfaktor vorprogrammiert

Wohnmobil

Vorteil: Eine sehr hohe Flexibilität / Unabhängigkeit, Übernachtungskosten fallen weg, du hast dein Heim und Gepäck immer dabei, abenteuerlich, weil Campingcharakter, liesse sich mit anderen travellern vor Ort teilen (Kostenersparnis)
Nachteil: Muss man sich das definitiv leisten können, Wartungs- / Reparaturarbeiten nicht ausgeschlossen, Umgewöhnung notwendig, da in vielen Ländern Linksverkehr, Kartenlesen notwendig

Work & Travel

Ein sehr bekanntes Thema unter jungen travellern. Man erhält ein einjähriges Arbeits- und Reisevisum für z.B. Australien, Neuseeland oder Kanada und kann so, insbesondere bei knappen Budget, die Reisekasse aufbessern.
Das Visum kann man bis zu seinem 30. Lebensjahr beantragen (in Kanada bis zu seinem 35.), hat dann ein Jahr Zeit einzureisen und kann dies auch noch mit dem 31. Lebensjahr. Das sind die wesentlichen Vorraussetzungen.

Es heißt immer, dass man ein Guthaben von um die 3.500 Euro (z.B. für Australien) nachzuweisen hat, sonst kann man nicht in das Land einreisen. So ein Schwachsinn. Kein Mensch hat meine sorgsam beglaubigten Kontoauszüge am Einreisekontrollschalter sehen wollen.

Wenn man an dieser Variante vor Ort Gefallen findet, kann man das Visum unter bestimmten Vorraussetzungen sogar ein zweites Mal erhalten. Ansonsten ist es nicht nur von den Bestimmungen her ein einmaliges Unterfangen.

Diese Möglichkeit ist allerdings keine Eintrittskarte in den Himmel. Sie macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man Anfang Zwanzig ist, keinerlei großartige Berufserfahrungen hat und somit mit null Erwartungen wie Ansprüchen an sogenannte Work & Traveller Jobs herangeht.

Wenn man glaubt, nach einer jahrelangen Selbstständigkeit mit unterbezahlten Jobs (wie es nun einmal dergleichen Aushilfsjobs sind) seine laufenden Kosten wie einen Teil seines gewohnten Lebensstandards finanzieren zu können, muss man zwangsläufig auf die Nase fallen. Ich hätte mich auf Tütensuppen und zwei Mahlzeiten pro Tag reduzieren müssen, um vielleicht etwas für´s Weiterreisen einsparen zu können. Nun gut, so ganz so fernab der Realität war mein Bewusstsein über diese auf mich zukommende Situation nicht, aber wie sagt man so schön? Hoffnung stirbt zuletzt.

Alle relevanten Informationen findest du auf den offiziellen Websiten der jeweiligen Landesregierungen. Sollte dir beim Ausfüllen der ausschließlich in englischer Sprache verfassten seitenlangen Fragebögen die Hosen schlottern und du auf Nummer sicher gehen wollen, kann ich zwecks Hilfestellung und Abwicklung der Visaformalitäten (natürlich gegen Gebühr) diese Website empfehlen:

www.australien-shop-frankfurt.de

siehe auch Bewerbungsunterlagen / Lebenslauf

Wwofing

Wer Geld sparen will, genug Zeit hat und vor Ort aktiv in das fremde Alltagsleben eintauchen will, sollte “wwofen” gehen. Man arbeitet gegen freie Kost + Logis, ob nun auf einer Farm, im Hostel oder anderen Angeboten der Wwofing-Organisation, die gegen eine bezahlbare Mitgliedsgebühr alle notwendigen Informationen wie Adressen aushändigt. Mitglied muss man in jedem Fall werden, da hier eine einmalige Mitgliedsnummer ausgegeben wird und diese von den Wwof-Mitgliedern kontrolliert wird.

Weitere Infos googeln oder ganz entspannt vor Ort über die vielen Reisebüros organisieren. Jedenfalls funktioniert das so in Australien und sicher auch Neuseeland.

Unterkunft

Schönes Thema, was Geld kostet und daher besser gut geplant sein sollte. Zeltliebhaber, die sich über Vorschriften hinwegsetzen, haben die freie Wahl und sollten das Geld in ein gutes Equipement investieren.
Über Bekannte, Freunde und ganz bestimmt Organisationen wie Servas kannst du die Chance auf einen kostenfreien Schlafplatz zu bekommen. Oder du nächtigst gleich in dem Auto / Bus, mit welchem du an der australischen Ostküste hochdüst. Oder wählst dein Flugrouting so, dass du immer über Nacht fliegst.

Danach geht´s nur noch aufwärts und mit den Finanzen abwärts:

Auf Campingplätzen,
in Jugendherbergen / Hostels (empfehle hier Mitglied im Jugendherbergsverband zu werden, da du so weltweit Rabatte genießen kannst),
in Ferienhäusern / Appartements (die kann man sich gut mit anderen teilen),
Hotels oder
auf Schiffen (z.B. auf deinem eigenen, weil du eine mehtägige Tour mit einem Schiff buchst oder mittels Frachtschiffen zwischen den Kontinenten hin- und herreist).

Natürlich gibt es auch ganz Ausgebuffte, die am Strand oder im Park schlafen. Den Strandschläfer habe ich persönlich kennengelernt und über den Parkschläfer habe ich mir berichten lassen, dass er zwecks Duschens über Bekannte, die im Hostel nächtigen, dort heimlich hinein gelassen wird.

Mit anderen Worten: Es geht alles, es hängt nur von deinen Bedürfnissen, also deiner persönlichen Schmerzgrenze und dem Budget ab.

Verlust / Diebstahl

Verlust ist ätzend, insbesondere wenn es auf den eigenen Mist gewachsen ist. Diebstahl ist gemein, habe ich glücklicherweise nicht erlebt. Trotzdem habe ich eine entsprechende Versicherungspolice abgeschlossen und jegliche Kartensperrnummern wie Kontaktdaten aller in Frage kommender Botschaften mit mir geführt.

siehe auch Versicherungen

Versicherungen

Meine Empfehlung ist ein Auslandskrankenversicherungsschutz. Wer länger verreisen will, sollte sich konkret nach einem Dauerschutz umsehen, schon allein weil im Verhältnis die Kosten günstiger sind. Im Versicherungsschutz sollten unbedingt alle Zahnbehandlungen und ein Krankenrücktransport berücksichtigt sein. Hier ist detaillierte Recherche unumgänglich.

siehe auch Ausgaben

Weitere Versicherungen, die die Nerven und den Geldbeutel erleichtern, sind Policen für Gepäck- und Kameraausrüstung (gegen Verlust, Diebstahl, Bruch usw.).

Wer mit dem eigenen Auto / Schiff / Flugzeug usw. unterwegs ist, muss sich natürlich um darauf speziell abgestimmte Versicherungen kümmern.

Alles weitere Mögliche, was der Markt anbietet, erscheint meiner Meinung nach überflüssig.

Visa

Unbedingt vor Reisebeginn wie -eintritt in die einzelnen Länder abklären. Welche Vorraussetzungen, welche Einreisepapiere etc. notwendig sind. Erspart Stress an der Grenze / dem Immigrationsschalter, sonst muss man womöglich nur wegen einer verpassten Formalie gleich wieder abfliegen.

siehe auch Work & Travel